12/11/2014
by bauer
0 comments

Der Sache auf den Kern

ἀλήθεια

thinking about and finding truth has always been one of the main targets of several philosophical disciplines. part of martin heideggers program, as one of the founders of the phenomenological method, was to re-interpret forgotten, concealed or already missinterpreted chapters of previous philosophies, a task he called “deconstruction”. deconstruction isn’t thought of in a negative way: it is the return to the origins of thinking which have become superimposed layer after layer.

As for truth heidegger reintroduced the ancient greek concept of ἀλήθεια. the meaning of aletheia is “unconcealdness” or “disclosure”; truth is something not being hidden, implying sincerity. still truth wants to be seen: occasionally it its necessary to practice active work on truth, to remove or deconstruct concealments not only pertaining to the object, but also to our very own minds so that an ontological world is disclosed or opened up. truth is nothing hidden inside things and objects. truth is “being in the world” in ontologic sincerity …

Ein Videoclip von Thomas Sölva.

11/11/2014
by bauer
0 comments

Why so delicious?

 

Wie wirken Werbebilder auf uns? Wie können wir uns gegenüber diesen Bildern verhalten? Wie soll mit Bildern umgegangen werden, die wir nicht sehen wollen? Was ist das für ein Moment indem bemerkt wird, dass diese Bilder dennoch auf das eigene Körperempfinden Auswirkungen zeigen? In welchem Verhältnis vereinen wir dann das Gesehene mit unserer scheinbar widersprüchlichen Leiblichkeit?

Alles wird zum Innen. Auch in der stetigen Abgrenzung zu herrschenden Schönheitsidealen, muss eine Positionierung stattfinden. Das von dem ich mich abgrenze muss mitgedacht werden. Gibt es einen Raum der Gestaltung? Können meine eigenen Bilder den Messlatten/Normen von Schlankheit, Schönheit, Sexappeal stand halten? Wie kann mit dem Gefühl nicht zu entsprechen, und dem gleichzeitigen Bedürfnis nicht entsprechen zu wollen umgegangen werden? Ist da Platz für eigene Ideale/Bilder? Wie kann ich sie etablieren in diesem Marktplatz der Körper?

In diesem ständigen: Kauf! Kauf! Kauf! Macht und Status – Kauf, Kauf, Kauf! Warum werden Frauenkörper imitiert, die in ihren lasziven, ängstlichen Verrenkungen Puppen gleichen? An deren Körpern keine Lust echt ist? Was spüren diese Frauen? Wen interessiert das? Leben sie von der Lust der Entsprechung? Welche Mechanismen sind es, die diese Bilder so lange überleben lassen? Wer soll verführt werden? Wozu dieses Werbebild, einer schönen, gesunden, erfolgreichen, reizvollen, sportlichen, Siegerin, die sich trainiert, rasiert und studiert? Is that delicious? Why so delicious? Is it really delicious to BECOME that women?

24/08/2014
by bauer
0 comments

Die Höhle und mehr

 

The Cave And Beyond. Wahrheit – Erkenntnis – Wissen

Platon, Kant, Hegel, Nietzsche und Wittgenstein blicken uns mit ernster, gelassener und erschrockener Miene entgegen, wenn sie zu den Themen Wahrheit, Erkenntnis, Wissen befragt werden. Sind Wahrheit und Wissen notwendige Forderungen des Menschen? Offensichtlich ja, andernfalls wären sie nicht über einen Zeitraum vom mehr als zweitausend fünfhundert Jahren Teil philosophischer Konzeptionen. Diese Zeitspanne wird durch das Symbol der Leiter bei Platons Höhlengleichnis und bei Wittgensteins Tractatus logico-philosophicus überbrückt. Während diese Leiter bei Platon nicht nur dem Weg aus der Höhle, sondern auch jenem in die Höhle dient, fordert Wittgenstein auf, die Leiter umzustoßen, eine Rückkehr wird mit diesem Akt verunmöglicht. Sind Platons Schatten das Wahre? Continue Reading →

15/06/2014
by bauer
0 comments

Da war kein Zeichen. Nichts.

Bei der Trauerfeier für den südafrikanischen Nationalhelden Nelson Mandela hat sich offenbar ein Hochstapler als Übersetzer in Gebärdensprache eingeschlichen. Der Mann, der am Dienstag bei der Zeremonie im Stadion von Soweto unter anderem die Rede von US-Präsident Barack Obama für Gehörlose in Zeichensprache übersetzen sollte, sei ein Betrüger, hieß es. Die Direktorin der Organisation für Gebärdensprache (SLED), Cara Loening, sagte am Mittwoch: ‚Da war kein Zeichen. Nichts. Er hat buchstäblich mit dem Armen gewedelt.‘ derstandard.at

vlcsnap-2015-07-15-16h59m30s826

22/05/2014
by bauer
0 comments

Ernst Mach: Ich

Das Ich nach Ernst Mach, in Worte gefasst von Hermann Bahr

Ernst Mach’s Theorie der Illusion über die beständige Substanz, die in dem Satz „das Ich ist unrettbar“ mündet, hatte auf die intellektuelle Welt der Wende des 19. zum 20. Jahrhunderts enormen Einfluss. Ein Ich, das in der brüchigen Zone zwischen Realität und Illusion schwebt, das sich nach Mach’s Elementenlehre nur durch die Kontinuität von inneren und äußeren Sinneseindrücken, durch Gewohnheit, formt und ständig verändert. Das wie ein impressionistisches Gemälde aus einer Unzahl von einzelnen Teilchen, Flecken besteht. Ein Ich, das als Teil der Welt in der Welt aufgeht und keine abgetrennte Einheit ist, keine Substanz darstellt, dessen Inhalt daher auch nach dem physischen Tod nicht verloren geht. Es ist ein Elementenkomplex, dessen Zusammenfügung zum Ich scheinbar für die Lebenspraxis geboten ist.

 

15/05/2014
by bauer
0 comments

Lebenskunst

Was ist Kunst? Was ist Leben? Betrifft die Kunst das Objekt und das Leben das Subjekt? Oder sollte man Leben und Kunst vielleicht doch als eine Einheit sehen?

Foucault entwirft in seinem Spätwerk eine solche Philosophie der Lebenskunst, wo es eben darum geht, dass man Leben und Kunst nicht getrennt voneinander sehen und leben sollte, sondern dass Objektkunst sich in eine Subjektkunst verwandeln soll. Ist es nicht so, dass jeder Mensch, der ein Kunstobjekt herstellt, sich selber am meisten in dieser Kunst verwirklicht?

Was wichtig ist, ist die Wiederkehr des Subjekts, das Individuum soll im Mittelpunkt stehen und das Leben selber soll zum Kunstwerk gemacht werden, man muss es einfach zulassen und das Zufällige bejahen. Nicht das Ergebnis ist das Ausschlaggebende, sondern der Akt, das Subjekt, das einem ständigen Wandel unterzogen ist und deshalb kann das Kunstwerk auch Hässliches und Widersprüchliches beinhalten. Das Kunstwerk kann gelingen, aber auch misslingen, denn auch im Leben – so Nietzsche – braucht es Tiefen um wieder zu neuen Höhen zu gelangen. Nicht das Gelingen oder das Resultat sind wichtig, sondern der Weg, der Akt ist ausschlaggebend, in ihm befindet sich die Freiheit des Künstlers.

In der Kunst kann der Mensch jegliche Grenzen überschreiten, die vielleicht von der Gesellschaft nicht akzeptiert würden, es ist eine Selbstverwirklichung. Es geht nicht darum, dass ein Objekt zum Kunstwerk gemacht wird, sondern man beginnt einfach drauflos zu malen, lässt es auf sich zukommen und am Anfang weiß man noch nicht, was am Ende dabei rauskommt. Jedes Kunstwerk ist also eine Verwirklichung des Künstlers selbst, ist eine Arbeit am Leben des Künstlers selbst, denn “wir wollen die Dichter unseres Lebens sein”.

15/05/2014
by bauer
0 comments

Buchhandlung

Der Clip “Buchhandlung” ist eine Überarbeitung von Buch und Begierde von Vahidin Numic. Er hat seinem Beitrag diese Überlegung beigefügt:

Das Buch als solches scheint das Objekt des Begehrens zu sein. Doch hat das Begehren überhaupt ein Objekt? Ist es nicht vielmehr ein weltumfassendes, globales Delirium von dem hier das Wort ist. Nicht der Inhalt des Buches, nicht das Buch selbst, sein Autor oder gar sein Paratext wird begehrt, sondern die ganze Welt die das Buch umgibt und in der das Buch selbst nicht anders als in der Welt zu verorten ist. So begehrt der Leser auch den Ort des Besitzüberganges des Buches ebenso wie das Buch selbst. Der Begehrende gibt, gerade durch diesen Aspekt, aber auch ein Element seiner innigsten Empfindungen preis: er zeigt in welchem Diskurs er sein Begehren als solches partizipiert und wie diese Welt zu verstehen ist. Manches Begehren kann demnach nicht geschenkt werden, es entfaltet sich erst im Moloch des kapitalistischen Zwanges, im Abgrund des Konsumerismus, wo am Ende eine Welt liegt, die ihre Begehrenswertigkeit mit ihrer Existenz begründet.

Die Umarbeitung erfolgte im Einvernehmen mit Herrn Numic im Seminar “Podcasts philosophische”, Wintersemester 2013/14

 

Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muß so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füße schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradiese her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, daß der Engel sie nicht mehr schließen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm.

Walter Benjamin: Über den Begriff der Geschichte

Engel

05/03/2014
by Martin Sellner
0 comments

Frage nach der Technik

Wozu überhaupt eine Frage nach der Technik. Wozu die Technik in Frage stellen? Ist das nicht etwas heuchlerisch?  In Form eines Podcasts?
Ist Technik nicht nur eine neutrale Maximierung unserer Möglichkeiten? Mit diesem Film sollen einige Fragen zu diesem Thema aufgeworfen werden die sich grob an Heideggers Technikkritik orientiert. Etwas geschieht mit uns und um uns herum. Sich dagegen zu “wehren” oder zurück zu wünschen ist sinnlos. Aber wir müssen uns damit auseinander setzen und müssen eine kritische Distanz zur Technik beibehalten. Technik ist nicht nur ein Werkzeug. Moderne Naturwissenschaft ist eine Art und Weise die Welt und uns selbst zu betrachten, die viele Möglichkeiten aber auch Gefahren mit sich bringt. Wir können die Möglichkeiten nur ausloten und die Gefahren umschiffen, wenn wir uns selbst nicht völlig mit dieser Weltsicht identifizieren.

04/03/2014
by Felix
0 comments

Von Eisbären und Erdbeeren

Was kann das bloß sein?

Nach dem Sehen rechts unten im Player auf (i) drücken!

27/02/2014
by bauer
0 comments

Die Zeitlichkeit des Schmetterlings

Die Begleitarbeit eines Kollegen zu Staunen und Finsternis.